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Bildtitel:  Faszination der Linie  

 

Bilder, die nur aus einer Linie entstanden sind, haben  mich schon mein ganzes Leben lang beeindruckt.

 

Als Kind liebte ich das Haus vom Nikolaus und später faszinierten  mich die Zeichnungen von großen Malern wie Picasso oder Paul Klee. Meine Idee war es,  jetzt  Schiffe zu entwickeln, die nur aus einer Linie bestehen. Das heißt: Beginnend an einem Punkt eine Linie zu ziehen  und ohne den Stift abzusetzen, wieder an diese Ausgangsposition zurückzukehren.

 

Aber was ist nun überhaupt eine Linie?  In der Geometrie wird die Linie als ein Gebilde von nur einer Ausdehnung, entstanden durch die Bewegung eines Punktes definiert.

 

Und was ist ein Punkt? Per Definition im Lexikon in der Geometrie:

Der Punkt: Eine gedachte Stelle im Raum.

Wie bildet sich weiter aus Punkt und Linie eine Form oder ein Körper?

Jede Vorstellung im menschlichen Bewusstsein beginnt im Punkt. Bildet also den Ausgangspunkt: So beispielsweise die Geburt  als Startpunkt  menschlichen Erlebens. Dieser dehnt sich in der Linie als Entwicklungslinie oder Lebenslauf aus. Und aus dieser Linie bildet sich der Körper im Raum oder die Lebensform  heraus. Das Grundprinzip jeder Schöpfung ist es, nur durch die Vorstellungskraft verkörperte Formen zu erschaffen und Ideen in entsprechender Form auszudrücken.

 

Die Entwicklungsphase dieses Bildes nahm einige Zeit in Anspruch, und  viele Versuche waren nötig, bis ich mit der Komposition eines Schiffes zufrieden war. Ausgangsbasis für jedes Schiff, waren reale Vorbilder, die ich durch die geometrische  Linienzeichnung  hervorheben wollte.

 

Drei Segelschiffe sind aus der Linie entstanden, gleichzeitig werden sie auch durch diese begrenzt.

Das Symbol oder Sinnbild Schiff aber bedeutet für mich Freiheit und Unabhängigkeit, Neues zu entdecken, kennen zulernen und auszuprobieren ohne Begrenzung und Einengung.

 

Das Schiff selbst bildet den schützten Rahmen.

 

Die Namen der Schiffe „ Glaube , Hoffung und Liebe“ sind die Leitlinien, in denen ich mein Leben und meine  Freiheit gestalte. Sie sind wie ein Kompass, auf den ich mich immer neu ausrichten und verlassen kann.

 

Jetzt möchte ich ihnen Raum und Gelegenheit geben, ihre eigenen Vorstellungen beim Betrachten des Bildes entstehen zu lassen.

 

 

Autorin: Cornelia Zenk

Datum: 10.10.2008

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