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Bildbeschreibung

Chicago ein Wintermärchen (Chicago Dreams)

Öl  auf Leinwand, 80 cm x 120cm

Die Idee zu diesem Bild kam von meinem Sohn Sebastian, der beschlossen hatte, ein Jahr in den USA zu verbringen. Er hat in dieser Zeit alles über die Staaten gelesen, so auch einen Artikel  im Stern mit der Überschrift: Winterreise durch Chicago. Er legte mir die Zeitschrift hin und sagte: Das könntest du auch mal malen! Der Bericht fesselte mich.

Wer kennt sie nicht, die dritt größte Stadt Amerikas? Die Stadt, die auch als Geburtsort der Wolkenkratze gilt, da hier bereits 1885 das erste Hochhaus mit einem Stahlskelett errichtet wurde.

Die modernen und mehr noch  alten prunkvollen Bauten der Stadt zeigen anschaulich, welche wichtige Rolle Chicago in der Erschließung und Entwicklung des Landes gespielt hat. Die größte Warenterminbörse der Vereinigten Staaten hat hier ihren Sitz, und macht sie zur einer der wichtigsten Handelsmetropolen. Sie war, lange vor New York, das kommerzielle Zentrum Amerikas und dessen größter Eisenbahnknotenpunkt. So wie O’Hare nach Atlanta heute noch der größte Flughafen der USA ist.

Chicago ist nicht nur sehr groß, es ist auch im Winter eines der kältesten Großstädte Amerikas. 

Von 1918-1945 war hier  das Zentrum der Jazz-Musik und des organisierten Verbrechens. Noch heute ist  Al Capone neben Ernst Hemingway und Louis Armstrong  vermutlich der berühmteste Sohn der Stadt.

Diese Bilder von Chicago waren so  faszinierend, dass ich die Eindrücke unbedingt in einem großen Ölbild festhalten wollte.  Mit Hilfe des goldenen Schnitts positionierte ich das für mich eindrucksvollste Hochhaus auf dem Bild. Die kolossale Höhe des linken Hochhauses wird durch die perspektivische Schräge nach oben hin noch verstärkt. Das Gegengewicht zu den kühlen Hochhäusern bildet das alte Posthaus der Stadt.  Dieser Kontrast  zwischen Moderne und Nostalgie betont den Charakter  der  Stadt. Ich konnte beim Malen dieses Spannungsfeld fühlen und habe versucht, es in Farbe und Formen umzusetzen.

Das Bild zeigt den Millennium Park in Chicago, wo jedes Jahr eine Schlittschuhbahn von November bis März aufgebaut wird. Ob groß oder klein, dick oder dünn, alle Leute lieben das bunte Treiben auf dem Eis mitten im Herzen der Großstadt. Die Sehnsucht der Menschen nach Liebe, Wärme und Geborgenheit wird hier anschaulich dargestellt und durch die Teilung im unteren Drittel des Bildes noch verstärkt.

Im Gegensatz dazu stehen die Hochhäuser, die kühl, starr und unbeweglich die Umgebung beherrschen. Schnelllebigkeit, Anonymität und Gleichgültigkeit bestimmen hier den Alltag und lassen nur selten  Raum für Menschlichkeit und Gefühle zu.

 

Autorin: Cornelia Zenk

Datum: 11.12.2007

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