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Was wollte uns der Meister sagen oder was steckt hinter den Bildern von Vermeer?

Eine Hypothese von Claudia Ghouri

Es gibt 4 Sachen, die für mich als Künstler wichtig sind, um eine Idee in ein Kunstwerk umzusetzen.

1. Die Erde und ihren Platz im Universum

2. Der eigene Verstand

3. Die Hilfsmittel und Werkzeuge, deren wir uns bedienen, um die Welt besser zu verstehen.

4. Die Fantasie, die uns beflügelt, in neue Welten vorzudringen.

Schauen wir mal, was wir zu den obengenannten Punkten in Vermeers Bild finden:

  • Der Äquator des Globus bestimmt den Winkel des oberen Dreiecks.

  • Der Kopf ist die Markierung der ersten Horizontalen.

  • Der Winkel des Zirkels gibt den Winkel zur Kopflinie an.

  • Die Fantasie gibt des Ausblick.

  • Neben den genannten Linien muß er aber auch mit der Mittellinie und verschiedenen Variaten des GS gearbeitet haben.

Alles zusammen ergibt die Form eines Pentagrams. Alles nur Zufall? Aber schauen wir doch mal wofür das Pentagram in der abgebildeten Form steht?

Neben vielen interessanten Deutungen des Pentagrams ist mir die folgende besonders aufgefallen:

Das Pentragram ist das Symbol der Venus, sowohl des Planeten als auch der Göttin. Aufgrund des Verhältnisses der siderische* Umlaufzeiten von Erde und Venus von sehr genau 13 zu 8, umläuft der Planet Vernus in acht (Erd-)Jahren nahezu exakt dreizehn mal die Sonne. Während dieser Zeitspanne begegnen sich Venus und Erde genau fünf mal. Die Positionen der Konjunktionen liegen, eingetragen in ein Polarkoordinatensystem und beginnend bei 0°, nacheinander bei 144°, 288°, 72°, 216° und wieder bei 0°. So bilden die "himmlischen" Begegnungspunkte von Erde und Venus im Zeitraum von acht Jahren ein nahe zu perfektes Fünfeck. (Quelle Wikipedia)

Obwohl er zu einer  Zeit lebte, in der die Wissenschaften und das eigenständige Denken langsam erst wiederentdeckt wurden, war er, wenn meine Hypothese über seine Bildaufteilung stimmt, seiner Zeit weit voraus und einem Leonardo da Vinci gleichzusetzen. Bei diesem komplexen Bildaufbau, der soviele Wissenschaften in sich vereinigt, ist es nicht verwunderlich, dass die meisten seiner Zeitgenossen die Bilder in Ihrer Tiefe nicht begreifen  und ihren Wert nur an der Präzision der Ausführung feststellen konnten. Ich bin sicher, dass die Darstellungen auf den Bildern für ihn nur Fassade waren, um sein Umfeld mit schönen Sujets zu schmeicheln, damit er unter der "Oberfläche" seine Gedanken und Ideen sicher für die Nachwelt verstecken konnte.

Autor: Claudia Ghouri 04.02.2008

*(Die Siderische Periode ist die Zeit, die ein Himmelskörper für eine vollständige Umdrehung benötigt)

Anmerkung: Das oben abgebildete Gemälde ist kein Foto des Originals, sondern eine einfache von mir angefertigte Kopie des Bildes. Daher sind die Maßverhältnisse zur Zeit noch unter Vorbehalt anzusehen und koennten erst nach einer genauere Vermessung des Originals als wissenschaftliche Grundlage benutzt werden. Ebenso sind durch das Fotografieren und Übertragen des Bildes evtl. Größenverzerrungen eintreten, die Maßabweichungen verursachen.

 

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